Berlin–Ulan Bator: 10.000 km Überland mit Motorrädern und Begleitfahrzeug

Transkontinental durch Russland bis in die Mongolei. Mit dem Motorrad durch die sibirische Tiefebene und das Uralgebirge. Die Traumstraße des Ostens, wie die Strecke oft genannt wird, hat mehrere Höhepunkte, wovon zweifelsohne einer die Abfahrt zum Ufer des Baikalsee ist. Aber auch der anfängliche Wandel von Westeuropa zu Osteuropa hin hat einen Reiz. Da wir ja auf Zweirädern unterwegs waren, erlebt man jeden Tag intensiv. Zenralrussland mit seinen unendlichen Weiten; die sibirische Tiefebene, das Bergland, die Perle Russlands – der Baikalsee und schlussendlich die mongolische Steppe waren alles Eindrücke, die ich so noch nie erlebt hatte.

Ich durfte eine Motorradtour mit vier Fahrern als Fotografin begleiten. Start: Berlin. Über Polen, den baltischen Staat Litauen und Russland. Vier BMW Motorräder mit zwei Teilnehmern aus Österreich, Thorsten und Richie aus Deutschland.

Bis Kransnoyarsk waren der Besitzer der Firma und ich mit den vier Motorradfahrern alleine, danach kamen Nina und Martin dazu, um drei Beiträge für das deutsche Sportfernsehen zu drehen.

Jeden Tag Kilometer reißen. Bei Regen, Sonne und Matsch. Mal bessere, mal schlechtere Straßen. Russland mit seinen elf Zeitzonen ist ein großes Land. Ich bin bisher immer nur über Moskau in die Mongolei geflogen. Geschlafen haben wir im Zelt, draußen, im Begleitfahrzeug oder in Truckermotels am Straßenrand.

Über Moskau, entlang der Wolga, über Nischninowgorod, Kasan, Ufa, Tscheljabinsk, Omsk, Novosibirsk, Krasnoyarsk, Irkutsk, Baikalsee, Grenzübergang Altan Bulag bis nach Ulan Bator. Für mich war die Region der Tartaren um Irkutsk herum am spannensten; als Teenager hatte ich den Kurier des Zaren von Jules Verne gelesen und war total begeistert von diesem Stamm.

Ich mag ja den morbiden Charme und die skurrilen Begegnungen in Russland. Es ist so lange her (2007), dass ich mich kaum mehr daran erinnern kann. Wir hatten Riesenspaß, bis einer der Motorradfahrer im Ural stürzte, sich zwei Rippen brach und dann von mir den Rest bis Ulan Bator gefahren wurde.

mongolischer Ovoo

Nach ein paar Tagen Aufenthalt in Ulan Bator wurden die Motorräder in Holzkisten verpackt und wieder zurück nach Deutschland geschickt. Die Biker flogen zurück; Nina, Martin und ich drehten noch einen Beitrag mit einer Ural fürs DSF und fuhren danach mit der Transsibirischen Eisenbahn zurück bis Moskau.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.